Für Angehörige, Lehrer und Ausbilder

Gaming- und Social-Media-Sucht - Fakten und Hintergründe

In Deutschland gelten geschätzte 3% der Bevölkerung als computersüchtig. Der Anteil der Jugendlichen mit pathologischem, also krankhaftem, Internetgebrauch liegt nach aktuellen Ergebnissen sogar bei 5%. Die unterschiedlichen Begrifflichkeiten „Computersucht“, „pathologischer Internetgebrauch“, „Onlinesucht“ oder „Internetabhängigkeit“ werden gemeinhin synonym verwendet und beschreiben eine exzessive, mit Kontrollverlust und negativen Folgen assoziierte Nutzung sozialer Medien und/ oder digitaler Spiele.

Hochinteraktive Onlineaktivitäten gelten als besonders problematisch, da sie am häufigsten mit einem Kontrollverlust der Nutzer einhergehen. Dies sind z.B. Onlinerollenspiele, Chat- und Messagingaktivitäten.


Wann beginnt die Sucht?

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Ist dieses Verhalten noch „normal“ oder muss ich mir um meinen Sohn/ meine Tochter oder meinen Schüler/ meine Schülerin, meinen Auszubildenden/ meine Auszubildende Sorgen machen? Diese Frage beschäftigt viele Eltern, Lehrer*innen und Ausbilder*innen wenn es um den PC- /Smartphone- /Tablet- /Konsolengebrauch ihrer Schutzbefohlenen geht. Als möglicherweise suchtgefährdet wird eine Person dann eingestuft, wenn die betroffene Person ihre Nutzung nicht mehr unter Kontrolle hat und die mit Games und/ oder Social Media verbrachte Zeit trotz negativer Folgen nicht reduzieren kann.

Ausführliche Informationen hierzu, Anzeichen für einen übermäßigen Konsum sowie Tipps zur Unterstützung eines oder einer Betroffenen finden Sie in der Informationsbroschüre für Angehörige und Lehrer.

Was können Sie tun, um zu helfen?

Sie sorgen sich um einen Angehörigen/ eine Angehörige oder einen Schutzbefohlenen/ eine Schutzbefohlene aufgrund seines oder ihres PC- /Smartphone- /Tablet- /Konsolengebrauchs? Dann haben Sie bereits einen ersten wichtigen Schritt getan - Sie informieren sich. Weitere ausführliche Informationen zum Thema, konkrete Ratschläge zum Umgang mit möglicherweise Betroffenen, Hilfsstrategien zur Rückgewinnung der Kontrolle über das Nutzungsverhalten, Fallbeispiele, Suchtkriterien und vieles mehr finden Sie in der Informationsbroschüre für Angehörige und Lehrer.

Ein persönliches Gespräch mit einer im suchttherapeutischen Bereich tätigen Fachkraft kann außerdem sehr hilfreich sein. Hierfür gibt es deutschlandweit ein gut ausgebautes Netz an Suchtberatungsstellen, Ambulanzen und Kliniken, an die Sie sich wenden können. Eine Liste suchttherapeutischer Einrichtungen in Ihrer Nähe können Sie sich unter dem Menüpunkt Beratung und Hilfe anzeigen lassen..

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